49. Innviertler Wanderpokal F3A
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49. internationaler Innviertler Wanderpokal F3A 2018 mit Worldcup
 
 Bereits zum 49. mal wurde am 09./10. Juni 2018 der internationale Innviertler Wanderpokal in der Klasse F3A am Modellflugplatz in Eggerding/Ranseredt durchgeführt.
Schon im Laufe der Woche waren einige Piloten am Platz und nutzten die Zeit, um zu trainieren und den Platz kennen zu lernen. Über die ganze Woche gab es gute Wetterbedingungen und auch für das Wochenende war die Vorhersage positiv, allerdings sollten laut Prognose immer wieder Gewitter durchziehen.
Am Freitag, den offiziellen Trainingstag, waren dann fast alle Piloten am Platz. Bei relativ starkem Ostwind wurde dieser Tag für intensives Training genutzt.
Letztendlich waren 40 Piloten aus 11 verschiedenen Ländern am Start. Also ein sehr großes Teilnehmerfeld, das optimale Wetterbedingungen voraussetzt, um die geplante Anzahl an Flügen für alle Piloten durchbringen zu können. Bei bewölktem Himmel wurde am Samstagmorgen um 07:15 Uhr die Begrüßung und Vorbesprechung durchgeführt. Kurz vor 8 Uhr waren zwei Vorflüge absolviert und der erste Pilot wurde zu seinem Wertungsflug aufgerufen. 
Neu war in diesem Jahr, dass erstmals halbe Punkte für die einzelnen Flugfiguren von den Punkterichtern vergeben werden durften. Außerdem wurde die Normalisierung der einzelnen
Durchgänge geändert. Dies hatte zur Folge, dass das bisher verwendete Auswertungsprogramm nicht mehr zu gebrauchen war und eine neue Auswertungssoftware gesucht, in vielen Stunden getestet und angepasst werden musste. Letztendlich funktionierte die neue Software klaglos und es kam zu keinen Beanstandungen.
Nach Ende des ersten Durchganges lag der österreichische Top Pilot Gernot Bruckmann auf Platz 1, gefolgt vom Vorjahressieger Lassi Nurila aus Finnland und Markus Zeiner aus Österreich. Nach Mittag zogen immer wieder dunkle Gewitterwolken in der Ferne am Flugplatz vorbei. Doch am Flugplatz blieb es trocken und somit konnten beide Durchgänge ohne Probleme durchgeführt werden. Auch nach Ende des 2. Durchganges änderte sich nichts an der Reihenfolge der vorderen Plätze. Gernot Bruckmann führte das Feld an vor Lassi Nurila, Markus Zeiner, dem Deutschen Christian Niklaß und dem Liechtensteiner Wolfgang Matt. Danach erfolgte das gemeinsame Abendessen vor dem Clubhaus und für die etwas windempfindlicheren im Hangar des Clubgebäudes. Viele Piloten, Offizielle und Helfer nahmen daran teil und genossen die Gerichte, mit denen uns ein nahegelegener Gastwirt verwöhnte. Zum Abschluss gab es wieder Eis Palatschinken, die aus der vereinseigenen Küche kredenzt wurden.
Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl wurde der Start des dritten Durchganges am Sonntag auf 7:30 Uhr festgelegt. Der sehr erfahrene Wettbewerbsleiter Heinz Kronlachner hatte bei den disziplinierten Teilnehmern absolut keine Probleme und somit konnte auch der dritte Durchgang um 13:30 Uhr beendet werden. An der Führung von Gernot Bruckmann änderte sich auch in diesem Durchgang nichts mehr und so konnte er alle Vorrundenflüge für sich entscheiden. Auch auf den weiteren Plätzen änderte sich in dieser Runde nichts mehr.
Nach dem Mittagessen konnte somit der Finaldurchgang mit den besten 8 Piloten aus der Vorrunde beginnen. Bei diesem sehr schwierigen Finalprogramm, das sehr viele Snapfiguren und Rollenkombinationen enthält, wurde den Piloten merklich nochmal alles abverlangt.
Gegenüber dem Vorrundenprogramm wurde hier doch der eine oder andere Fehler bei den Flügen der Piloten sichtbar, was sich letztendlich auch im Ergebnis niederschlug. Aber nicht
beim regierenden Europameister Gernot Bruckmann. Er erflog auch in diesem Finalprogramm die meisten Punkte und konnte somit nach 2015 zum zweiten Mal den  internationalen Innviertler Wanderpokal F3A für sich entscheiden. Auf Platz 2 folgte der Finne Lassi Nurila Platz 3 ging an Markus Zeiner aus Österreich. Auf den weiteren Plätzen Christian Niklaß und Wolfgang Matt. Erwähnenswert ist noch, dass heuer 2 österreichische Top Piloten aus der AcroCup-Szene in die F3A-Klasse eingestiegen sind und sich bereits sehr gut behaupten konnten. Dies sind Wolfgang Krahofer, der den 7. Platz belegte und Martin Brandmüller der Platz 14 erreichte.
 
Die anschließende Siegerehrung wurde vor dem Clubhaus durchgeführt.
Der Sieger erhält den Innviertler Wanderpokal für ein Jahr, den es im nächsten Jahr wieder zu verteidigen gilt. Weitere Pokale wurden an die 5 Erstplatzierten überreicht.
Traditionell gibt es für den jüngsten Teilnehmer und für den Piloten mit der weitesten Anreise ebenfalls einen Pokal.
Wie bei diesem Wettbewerb üblich, nahmen alle Teilnehmer an der Verlosung von Sachpreisen teil, die von verschiedenen Firmen zur Verfügung gestellt wurden.
Deshalb sei an dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an die Firmen Emcotec/iRC-Electronic, Emmerich Deutsch Powerbox Systems, Hacker Motor, Jeti-Model, Lindinger Modellbau, Mejzlik-Propeller, Multiplex/Hitec, Oracover Lanitz/Prena-Folienfactory, Ralph Schweizer Modelltechnik, Reisl Modellbau, Triple-M Modellbau/Mechatronik Mayr und UHU ausgesprochen, die uns mittlerweile seit einigen Jahren immer wieder mit Sachpreisen großzügig unterstützen.
 
Bei diesem Wettbewerb wurde auch die oberösterreichische Landesmeisterschaft F3A herausgewertet. Neuer F3A-Landesmeister wurde der Neueinsteiger Wolfgang Krahofer vor Johann Müller und  Josef Bauer, beide von UMFS Schärding. Die Übergabe der Urkunden und der Landesmeistermedaillen konnte dabei von unserem Landessektionsleiter Josef Eferdinger durchgeführt werden.
Auch am Sonntag hatten wir großes Wetterglück und so konnte der Wettbewerb ohne wetterbedingte Unterbrechungen über die Bühne gehen.
Welche Erkenntnisse konnten ansonsten aus dem Wettbewerb gewonnen werden? Bei den Modellen geht es eher wieder weg vom Doppeldecker, hin zum Eindecker mit Canalizer (das ist ein kleiner Hilfsflügel, welcher oben am Rumpf befestigt ist). In erster Linie werden ARF-Modelle geflogen, die zu einem großen Teil aus chinesischer bzw. koreanischer Produktion kommen. Antriebstechnisch beherrscht der Elektromotor in all seinen Ausprägungen (Innenläufer mit gegenläufigen Propellern, Außenläufer) die Szene. Verbrennungsmotore spielen in dieser Klasse schon lange keine Rolle mehr. Das eingesetzte Material arbeitet problemlos und es gibt praktisch keine technisch bedingten Ausfälle mehr. Gerade durch den Einsatz von vibrationsfreien Elektroantrieben hat sich hier gegenüber früheren Jahren ein großer Wandel vollzogen.
Im nächsten Jahr steht der 50. internationale Innviertler Wanderpokal F3A an. Seit 1969 wird
diese Veranstaltung durchgeführt und es gibt nicht viele Wettbewerbe in der Modellflugszene, die eine so lange Tradition haben!
 
 
Gerald Schmiedbauer


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